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Schutzmethoden
Wie wird ein Gebäude vor den Blitzeinwirkungen geschützt?
Die sicherste Art, ein Gebäude vor den Folgen eines Blitzeinschlages zu schützen, ist eine Blitzschutzanlage, die fachgerecht installiert wird. Diese Anlage sollte sowohl vor den direkten Blitzeinwirkungen als auch vor den indirekten Blitzeinwirkungen schützen.
Das Blitzschutzzonen-Konzept
Um ein Gebäude vor direkten und indirekten Blitzeinwirkungen zu schützen, wird es in das sogenannte Blitzschutzzonen (BSZ)-Konzept integriert. Dieses Konzept unterscheidet zwischen der Umgebung des Gebäudes, dem Gebäude selbst und dem Inneren des Gebäudes. Die zu schützenden einzelnen Zonen sind dabei ineinander verschachtelt, ähnlich wie die einzelnen Häute einer Zwiebel: Die äußerste Zone enthält die nächstliegende innere Zone; diese enthält wiederum die nächstliegende innere Zone usw.
Die Einteilung in BSZ ermöglicht eine genauere Definition der Schutzbedürftigkeit der einzelnen genannten Bereiche. So kann das Blitzschutzfachpersonal den benötigten Umfang der Blitzschutzanlage planen.
Äußerer Blitzschutz
Die Umgebung des Gebäudes und das Gebäude selbst können durch eine Blitzschutzanlage (BSA) für den äußeren Bereich gesichert werden. Zweck des äußeren Blitzschutzes ist der Schutz vor direkten Blitzeinwirkungen, also z.B. einem Blitzeinschlag mit der Folge eines Brandes
Innerer Blitzschutz
Das Innere des Gebäudes kann durch Blitzschutzeinrichtungen für den inneren Bereich gesichert werden. Zweck des inneren Blitzschutzes ist der Schutz vor indirekten Blitzeinwirkungen, also z.B. elektrischen und magnetischen Feldern, die elektronische Geräte zerstören können.
Funktion der Blitzschutzanlage (BSA) für den äußeren Bereich
Die BSA für den äußeren Bereich hat generell die Aufgabe, den Blitz vom Gebäude und dessen nächster Umgebung fernzuhalten. Das heißt, daß die Blitzenergie nicht in der Lage sein soll, Bestandteile des Gebäudes zu zerstören oder Personen zu gefährden, die sich nah am Gebäude aufhalten.
Der Blitz wird durch Fangeinrichtungen gezielt eingefangen, damit er das zu schützende Objekt nicht treffen kann. Die Energie des Blitzes wird dann kontrolliert abgeleitet, gewöhnlich zum Erdboden hin (außerhalb des Gebäudegrundrisses). Dort befindet sich eine Erdungsanlage, die die Blitzenergie in der Erde verteilt. Dabei soll es nicht zu Überspannungen kommen, denn diese können für Personen gefährlich sein, die sich nah am Gebäude aufhalten.
Funktion der Blitzschutzanlage (BSA) für den inneren Bereich
Die Blitzschutzeinrichtungen für den inneren Bereich haben generell die Aufgabe, vor den Folgen der indirekten Blitzeinwirkungen zu schützen. Das heißt, daß die Blitzenergie nicht in der Lage sein soll, das Inventar des Gebäudes zu zerstören oder Personen zu gefährden, die sich im Gebäude aufhalten.
Blitzschutz für den inneren Bereich: Schirmung
Das Konzept der Blitzschutzzonen (BSZ) hilft bei der Feststellung der unterschiedlichen Schutzbedürftigkeit der Räume. Elektromagnetische Blitzfelder hindert man durch Abschirmung daran, elektronische Geräte in ihrer Funktion zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Der Schirm muß dabei die jeweilige BSZ räumlich völlig umschließen.
Schirmungsarten:
Gebäudeschirmung
Aus einem Blechdach und Fassadenblechen kann man einen Gebäudeschirm errichten.
Raumschirmung
Einzelne Räume kann man durch zusätzlich installierte Schirmelemente wie metallene Maschengittern oder Metallfolien schützen.
Leitungsschirmung
Elektrische Leitungen, (für Stromversorgung, Telefon) kann man durch sogenannte Leitungsschirmung schützen.
Geräteschirmung
Elektrische Geräte sind meist durch ihr metallenes Gehäuse geschützt.
Blitzschutz für den inneren Bereich: Potentialausgleich
Um unkontrollierte Spannungsüberschläge zu verhindern, die Brände auslösen und Personen sowie elektrische Einrichtungen gefährden können, werden die metallenen Installationen des Gebäudes zusammengeschlossen. Dazu gehören z.B. Leitungssysteme von Gas-, Wasser- und Heizungsanlagen, Treppen und -geländer, Regenauffanganlagen, Metallfassaden und -dächer, Tür- und Fensterrahmen, aber auch Leitungs- und Raumschirme. Diese werden mit den Schutzleitern der Stromanlagen verbunden. Das geschieht oft in den Kellerräumen eines Hauses über die sogenannte Potentialausgleichsschiene (PAS).
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